Harte Arbeit für die Müller der Fessler Mühle: Sie mussten, wie schon ihre Vorfahren, den Schlamm aus dem Mühlkanal entfernen
Seit Generationen nützen die Müller der Fessler Mühle die Kraft des Wassers um die Mühle anzutreiben. Vor 1900 waren zwei Wasserräder eingebaut und Wolfgang Fessler´s Urgroßvater ersetzte diese 1905 und 1946 durch Turbinen. Die Kraft des Wassers kann aber nur effektiv eingesetzt werden wenn genügend Höhendifferenz zwischen Einlaufkanal und Auslaufkanal besteht. Im Laufe der Zeit füllen sich die Kanäle mit nicht unerheblichen Schlammassen, die bei Hochwassern und höherem Wasserstand regelmäßig angespült und auch durch starken Regen von den Weinbergen und Bergen rund um die Metter heruntergespült werden. Dies ist eine richtige Knochenarbeit für die Müller und Helfer, bis vor 20 Jahren wurde diese Arbeit ausschließlich mit Schaufeln und der Hand am Arm bewältigt; zwischenzeitlich können für die gut zugänglichen Teile Bagger eingesetzt werden. Dennoch bleibt jede Menge Handarbeit, zum Beispiel unter den zwei Brücken am Zu- und Auslauf oder am Einlauf der Turbine übrig. In früheren Zeiten war das Bachputzen bei der Bevölkerung immer gefragt da die Helfer anschließend etwas zu essen und trinken bekamen und oft bis in die Nacht hinein zusammensaßen. Heute ist dies anders, man muss schon Glück haben noch Helfer zu finden die richtig zupacken wollen - kräftig gevespert und etwas getrunken wird natürlich auch heute noch nach alter Väter Sitte.
